High-Tech meets Design

NanoJewellery - Ring Tom

Ring "Tom"

Im Jahr 2010 begannen Dr. Stephan Sauter und Dipl. Designer Thomas Schuster in Lindau am Bodensee, unter dem Label „NanoJewellery“ Schmuckstücke aus Titan mit integrierten „Nanochip“ zu entwickeln. Das Know-how von Dr. Sauter aus 12 Jahren Erfahrung in der Mikroelektronik, Nanotechnologie und Chipherstellung stand Pate für die Idee, Dokumente auf einen Mikrochip zu gravieren. Die erste Schmuckkollektion mit „Nanochip“ kam im Januar 2011 auf den Markt. NanoJewellery fertigt diese aber nicht selbst, sondern arbeitet hier mit dem Schmuckhersteller Titanfactory aus Waldstetten zusammen. Die Verwendung von Titan als Schmuckmaterial betont den modernen und technischen Charakter der Schmuckstücke. Das extrem harte und schwer zu verarbeitende Metall zeichnet sich außerdem durch seine Leichtigkeit und Beständigkeit sowie Hautfreundlichkeit – Titan ist allergieneutral – aus.

NanoJewellery - Ring TU München

Ring TU München

Der Chip selbst besteht aus hochreinem und überaus ebenem Quarzglas, die Beschichtung aus strukturierten Metallen. Die verwendete Chipgröße ist mit 6 x 6 mm ideal, um solch eine Gravur – ob Bilder oder Wappen bis hin zu persönlich wichtigen Dokumenten, in Produkte zu integrieren. Der Nanochip wird hierbei mit Methoden der Mikroelektronik unter Hochvakuum und absolut staubfreier Umgebung hergestellt. Die Auflösung liegt im Nanometerbereich. Auf Fingernagelgröße können bis zu 1000 DINA4 Seiten Text und Grafik platziert werden. Persönliche Erinnerungen wie Fotos, die eigene Doktorarbeit, ein Gedicht, eine Liebeserklärung oder ein Musikstück können so konserviert werden. Die Möglichkeiten der Motive sind nahezu grenzenlos. Je nach Umfang des Dokuments können die gespeicherten Informationen mit dem bloßen Auge, mit einer Lupe oder mit einem Mikroskop betrachtet werden.

Parallel zum Label „NanoJewellery“ entstanden noch die Label „NanoQuran“ und „NanoBibel“ . Wie bei den persönlichen Gravuren ist das Verfahren identisch, nur mit dem Unterschied, dass die Chips leichter in größerer Stückzahl gefertigt werden können. So lässt sich der Inhalt der Bibel oder des Korans auf einem einzigen Chip abbilden. Eben etwas für große Geschichten auf nano kleinstem Raum.

Bilder: (c) Hersteller

 

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Carsten Müller

Carsten Müller ist Journalist, Blogger seit 2005 und Herausgeber des JewelBLOGs. Hauptsächlich mit den trockenen Themen befasst, schreibt er in seinem privatem Blog vorrangig über Politik und hier im Jewelblog über die wirtschaftlich relevanten Aspekte der Branche.

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1 Antwort

  1. Avatar Jean sagt:

    Super Post. Würde gern mehr Posts zu der Thematik lesen. Freu mich auf die naechsten Posts.