Carl F. Bucherer spielt Polo

Immer mehr Uhrenhersteller entdecken Polo als Betätigungsfeld – sei es als Sponsor oder auch mit Sondermodellen. Ganz speziell für Polofans in Deutschland hat nun Carl F. Bucherer eine auf 100 Exemplare limitierte Edition der Patravi ChronoDate auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zum Serienmodell trägt die Polo Edition das Logo der German Polo Tour bei sechs Uhr. Für Polospieler interessant ist auch ein Designdetail beim Totalisator der Stoppminute bei neun Uhr: Hier sind vier Segemente abwechselnd Rot und Gelb umrandet. Jedes Viertel misst exakt 7,5 Minuten, also genau solang wie ein Chukka im Polo maximal dauert. Mit einem Blick aufs Handgelenk ist die Restdauer des Spieles also mühelos erkennbar.

Carl F. Bucherer: Patravi ChronoDate Polo Edition (5900 Euro)

Der Antrieb der Uhr erfolgt wie beim Standardmodell über das hauseigene Automatikkaliber CFB 1656.1 Erhältlich ist die Uhr ausschließlich in den acht Bucherer-Geschäften in Deutschland. Gehen dort dann 5900 Euro über die Ladentheke, kann mit einem der verbliebenen 99 Exemplare das Geschäft verlassen. Denn die Uhr mit der Nummer 3 erhält Christopher Kirsch, Kapitän des Bucherer-Poloturniers und Initiator der deutschen Polo-Tour.

Das verstärkte Interesse von Uhrenfirmen der Oberklasse an Polo kommt nicht vonungefähr: Während Golf ja schon fast ein Volkssport geworden ist, hat sich Polo seinen Charakter als elitäre Sportveranstaltung in Europa bewahren können. Sicherlich liegt das auch daran, dass Polo mit erheblichen Investitionen verbunden ist. Ein Polopferd kostet im Schnitt 5000 bis 15000 US-Dollar, und laut Regelwerk muss ein Spieler mit mindestens zwei Pferden zu einem Turnier anreisen. Wer in diesem Umfeld auftritt, kann also eine recht genau definierte Zielgruppe ansprechen, die sich im Normalfall für hochwertige Uhren interessiert.

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk ist erfahrener Uhrenredakteur. Wenn er nicht gerade über aktuelle Trends oder historische Aspekte der Zeitmessung recherchiert, beschäftigt er sich mit Höhlenforschung und der Geschichte des Stummfilms. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.

Das könnte Dich auch interessieren …