Bruno Söhnle: Mit Kanten und Winkeln

Das ehrwürdige ehemalige Assmann-Haus in der sächsischen Uhrenmetropole Glashütte ist seit dem Jahr 2000 die Heimat der Uhrenmarke Bruno Söhnle. Und genau in diesem Uhrenatelier ist in den letzten beiden Jahren auch die Idee für das bemerkenswerte Design der gerade frisch präsentierten Linie Facetta 1957 gereift.

Irgendwo zwischen rund und eckig: Das Design der Facetta 1957 lässt sich schwer fassen

Der Kollektionsname verweist zum einen auf das Jahr 1957, in dem Unternehmensgründer Bruno Söhnle in die Großuhrenfabrik Heges im schwäbischen Wurmberg eintritt. Der zweite Bestandteil des Namens, Facetta, verweist in einem leicht italophilen Ton auf das außergewöhnliche Gehäuse der Uhr. Insgesamt 17 Facetten weist der Korpus auf und lässt dabei mattierte und polierte Flächen mal in steilem, mal im flachen Winkel aufeinander treffen. Das markante Design soll das Leben widerspiegeln: den steten Wechsel von guten und schlechten Zeiten, von Höhen und Tiefen. Haptisch überraschend: Die Uhr fasst sich sehr angenehm an. Die Kanten und Winkel sind zwar prägnant, aber nie störend. Auch am Handgelenk liegt das Gehäuse äußerst angenehm an.

Bruno Söhnle hat die Kollektion in zwei Größen lanciert. Die Herrenuhren haben einen Durchmesser von 42,9 Millimetern bei zehn Millimetern Höhe. Die Uhren für die Damen haben einen Durchmesser von 34,9 Millimetern und 9,5 Millimetern Bauhöhe. In beiden Varianten arbeitet ein Quarzwerk, das für Bruno Söhnle typisch, durch einen Glasboden betrachtet werden kann. Eine mechanische Variante wird eventuell noch folgen.

Bisher gibt es die Facetta nur in der technischen Variante mit Großdatum und kleiner Sekunde mit diversen Bändern kombiniert. Aber auch hier sind umfangreiche Kollektionserweiterungen bereits in der Pipeline.

Edit: Bruno Söhnle hat bereits seit dem Jahr 2000 seinen Sitz im Assmann-Haus. In einer früheren Version hatten wir 2012 geschrieben.

 

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk ist erfahrener Uhrenredakteur. Wenn er nicht gerade über aktuelle Trends oder historische Aspekte der Zeitmessung recherchiert, beschäftigt er sich mit Höhlenforschung und der Geschichte des Stummfilms. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.

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