Oris: Harmonie der Dissonanz

Oris 2015:  Oris Thelonious Monk Limited Edition

Gewollte Störung der Harmonie: Die Indizes zwischen 10 und 12 Uhr sind leicht verschoben.

Auch in diesem Jahr widmet Oris wieder einer Jazzikone eine besondere Uhrenediton. Pate für das diesjährige Modell der Uhrenserie ist Thelonious Monk, eine der Leitfigur des modernen Jazz. Als einer der ersten Jazzmusiker setzte Monk gezielt Dissonanzen in seiner Musik ein: Ein Stil, der sich durch den  Zusammenklang von Tönen auszeichnet, der innerhalb eines sonst stimmigen Gesamtkonzeptes als nicht harmonisch empfunden wird. Mit Round Midnight hat er zudem einen der am häufigsten interpretierten Jazzstandards der Musikgeschichte komponiert.

Oris 2015:  Oris Thelonious Monk Limited Edition

Die Thelonious Monk Limited Edition wird in einer Holzbox mit satingrauer Lackierung geliefert.

Monks Konzept der fein gesetzten Dissonanzen findet auch im Auftritt der Thelonious Monk Limited Edition wieder. Erst auf den zweiten Blick bemerkt man die ungewöhnliche Anordnung der elf Minutenindizes zwischen 10 und 12 Uhr. Dennoch bildet sich aus dieser feinen Nuancierung ein harmonisch-stimmiges Ganzes der 40-Millimeter-Edelstahluhr. Das rauchblaue Zifferblatt in Sonnenstrahlen-Optik mit polierten Zifferpunkten macht die Uhr zu einer mehr als gefälligen Dresswatch, die vom automatischen Oris-Kaliber 733 angetrieben wird, das auf dem SW200 basiert.

Die auf dem Gehäuseboden eingravierten Worte MONK ALWAYS KNOW spielen mit eine der zahlreichen Witzeleien von Monk: Auf einem speziell für ihn angefertigten Ring hatte er das Wort „MONK“ eingravieren lassen, das Publikum las aus der Inschrift auf dem Ring jedoch „KNOW“.

Die auf 1000 Exemplare limitierte Uhr  und ist ab Mai 2015 zum Preis von 1700 Euro  erhältlich.

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk ist erfahrener Uhrenredakteur. Wenn er nicht gerade über aktuelle Trends oder historische Aspekte der Zeitmessung recherchiert, beschäftigt er sich mit Höhlenforschung und der Geschichte des Stummfilms. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.

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