Bulgari: Neue runde Achtecke

Die Linie Octo von Bulgari gehört mit ihrem außergewöhnlichen Design zu den markantesten Blickfängen im zeitgenössischen Uhrenbau. Ihre Grundform, die weder rund noch eckig ist und dennoch ein harmonisches Ganzes bildet, geht auf den legendären Uhrendesigner Gérald Genta zurück, der im Jahr 2011 verstorben ist. Auch in den beiden neuen Modellen, die Bulgari in diesem Herbst präsentiert hat, verbindet sich diese Ästhetik mit höchster Uhrmacherkunst.

Wirbelwind mit retrograden Stunden: Octo Tourbillon Retro

Die Octo Tourbillon Retro zum einen besticht durch die Kombination des Tourbillon-Mechanismus mit einer retrograden Stundenanzeige, die sich über 240 Grad erstreckt. Das mechanische Manufakturwerk mit Automatikaufzug trägt den Namen GG9051. Durch den transparenten Gehäuseboden kann man einen Blick auf das Meisterwerk werfen: Es ist vollständig von Hand perliert und mit einem Antikgold-Finish dekoriert. Für 64 Stunden reicht die Gangautonomie des Kalibers, das in einem 43 Millimeter messenden Gehäuse aus Roségold steckt. Das Zifferblatt – ebenfalls aus Gold – ist in Champlevé-Technik gearbeitet, einer speziellen Email-Technik. Ein Armband aus Alligatorleder mit Faltschließe rundet das 90 000 Euro teure Stück ab.

Technisch noch anspruchsvoller ist die Octo Répetition Minute Retro. In ihr verbindet sich der Klang einer Minutenrepetition mit einer springenden Stunden- und einer retrograden Minutenanzeige.

Klangvoll: Octo Répetition Minute Retro

Für das Funktionieren dieser ungewöhnlichen Kombination sorgt das Manufakturwerk GG8561 mit Automatikaufzug mit 42 Stunden Gangautonomie. Ein transparenter Gehäuseboden im 43 Millimeter-Gehäuse aus Weißgold gibt Einblick auf das Zusammenspiel von Rädern und Federn. Das Armband ist aus Alligatorleder mit einer Faltschließe aus Weißgold gefertigt. Der Preis für das mikromechanische Kunstwerk beträgt 190 000 Euro.

 

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk ist erfahrener Uhrenredakteur. Wenn er nicht gerade über aktuelle Trends oder historische Aspekte der Zeitmessung recherchiert, beschäftigt er sich mit Höhlenforschung und der Geschichte des Stummfilms. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.

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