BMW macht in Uhren

Es gibt nicht viele Hersteller von Serienautos, die sich eine eigene Kollektion von hochwertigen Uhren leisten. Nun hat BMW ein Partnerschaftsabkommen mit dem Schweizer Uhrenhersteller Ball Watch unterzeichnet. Nach Angaben der beiden Unternehmen soll eine „neue Generation von Uhren mit starkem Charakter entstehen, die für die Ewigkeit geschaffen sind und zugleich das Vergnügen hohen Komforts bieten.“ Dieser hohe Anspruch wird dadurch unterstrichen, dass für alle Modelle der Kollektion mit dem COSC-Zertifikat ausgezeichnet werden sollen. Als Hommage an die Welt des Automobils und die Freunde an schönen Mechanismen werden die neuen Zeitmesser mit der von Ball Watch patentierten Amortiser-Vorrichtung ausgestattet. Die vom Automobil inspirierte Stoßsicherung besteht aus einem antimagnetischen Schutzring, der das Uhrwerk zum Abfangen von Stößen umgibt. Die Kollektion soll schon in diesem Sommer in den ausgewählten Fachhandel kommen. Preise gibt es bislang noch nicht.

Die Ball Watch Company gehört zu den weltweit bekanntesten Uhrenherstellern. Sie ist für die Entwicklung der offiziellen Uhr der amerikanischen Eisenbahn bekannt. In den letzten Jahren konnte man die Uhren allerdings nicht in Deutschland kaufen. Neben BMW sind wohl Bentley (mit Breitling) und Ferrari (seit kurzem mit Hublot, zuvor mit Panerai) die bekanntesten Autobauer, die eine eigene hochwertige Uhrenkollektion produzieren lassen. Vor einigen Jahren hatte Mercedes ein Lizenzabkommen mit Mühle. Dieses ist mittlerweile aber aufgelöst. Auch Audi hatte bereits seine eigene mechanische Uhrenkollektion, die in Zusammenarbeit mit Sinn entstand.

 

 

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk

Witold A. Michalczyk ist erfahrener Uhrenredakteur. Wenn er nicht gerade über aktuelle Trends oder historische Aspekte der Zeitmessung recherchiert, beschäftigt er sich mit Höhlenforschung und der Geschichte des Stummfilms. Witold A. Michalczyk lebt am Rand der Schwäbischen Alb.

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